Der beste und erfahrenste Frauenarzt in Ihrer Nähe
Erzweg 3, 61118
Bad Vilbel, Germany
Rufen Sie uns an
+49610187111

Schwangerschaft

Die Zeit der Schwangerschaft ist eine spannende und erwartungsvolle Zeit mit viel Freude und intensiven Erfahrungen. Es ist ein ganz besonderes Ereignis in Ihrem Leben und es kommt Neues auf Sie zu. Sie haben sicher viele Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes. 

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die anstehenden Untersuchungen.

MUTTERSCHAFTSRICHTLINIEN

Die gesetzlich vorgegebenen Mutterschaftsrichtlinien bieten Ihnen ein breites Angebot medizinisch notwendiger Leistungen. Das Vorsorgeprogramm nützt Ihnen und Ihrem Baby allerdings nur dann, wenn Sie es regelmäßig in Anspruch nehmen. Kontinuierliche Untersuchungen sind die Voraussetzung dafür, Risiken so schnell wie möglich zu erkennen und zu behandeln.

SCHWANGERSCHAFT PLUS!

Bestimmen Sie selbst, was Ihnen wichtig ist! Wir kommen gerne Ihrem Bedürfnis nach höchstmöglicher Sicherheit nach. Diese Leistungen können Ihnen noch mehr Sicherheit geben. Über die anfallenden Kosten informieren wir Sie gerne.

SCHWANGERSCHAFT PLUS: UNSERE ZUSATZANGEBOTE

Zum Ausschluss spezieller Infektionskrankheiten der Mutter, die bei einem Erstinfekt während der Schwangerschaft die Gesundheit und Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können, empfehlen wir eine Antikörper-Titerkontrolle im Blut. Falls Sie keine Antikörper haben, ist eine weitere Kontrolle später empfehlenswert.

Toxoplasmose

Eine Infektion erfolgt hauptsächlich durch Katzenkontakt (Katzenkot) oder durch den Genuss von rohem Fleisch (Mett oder Tartar, Schinken, Salami) oder nicht durchgebratenem Fleisch sowie ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat.

In Deutschland haben ca. 45-50% der Frauen im gebärfähigen Alter diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht und sind daher geschützt. Bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft können schwere Missbildungen mit Gehirnschäden und Erblindung beim Ungeborenen entstehen.

Durch eine Blutentnahme zu Beginn der Schwangerschaft können wir frühzeitig feststellen, ob bereits Antikörper (Abwehrstoffe) gegen Toxoplasmose gebildet wurden. Bei fehlender Immunabwehr sollten weitere Kontrolluntersuchungen folgen.

Windpocken

Bei einer Erstinfektion der Mutter während der Schwangerschaft kann es zu einem kongenitalen Varizellen Syndrom kommen. Auch eine mütterliche Infektion rund um die Geburt kann beim Neugeborenen zu einer schweren Infektion mit hoher Sterblichkeit führen. Falls Sie keine Antikörper haben, können Sie besondere Vorsorgemassnahmen während der Schwangerschaft einhalten und sich nach der Geburt impfen lassen.

Zytomegalie (CMV)

Die Zytomegalie ist die häufigste Infektion in der Schwangerschaft.

Viele Frauen in Deutschland waren schon vor der Schwangerschaft dem Erreger ausgesetzt und sind dadurch weitestgehend geschützt. Bei 40% der Frauen, die sich während einer Schwangerschaft erstmals mit Zytomegalie infizieren, erkrankt auch der Fetus. Hauptinfektionsquelle sind Kleinkinder unter 3 Jahren. Eine Erstinfektion der Mutter (oft symptomlos) ist für das Ungeborene in den ersten 14 Wochen der Schwangerschaft am häufigsten mit Spätfolgen verbunden (schwere neurologische Erkrankungen, Hörschäden bei Infektionen im späteren Schwangerschaftsverlauf). Die Therapieoptionen sind eingeschränkt und sollten schnell nach Feststellung einer Infektion beginnen. 

Ringelröteln

Parvovirus B19 verursacht Ringelröteln, eine der fünf üblicherweise mit Exanthem einhergehenden Kinderkrankheiten (Masern, Windpocken, Röteln, Scharlach, Ringelröteln). Das Virus infiziert und zerstört die Erythrozytenvorläufer und bedingt dadurch eine Anämie(Blutarmut).  Parvovirus B19 wird durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektionen mit Speichel, Blut oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen. Besonders Frauen, die mit kleinen Kindern in Kontakt sind (Erzieherinnen, Mütter von Kleinkindern etc) sind der Gefahr einer Infektion ausgesetzt.

Bei einem Erstkontakt mit Parvoviren während der Schwangerschaft muss eine engmaschige Überwachung durch Dopplersonographie eingeleitet werden, um die fetale Anämie frühzeitig zu diagnostizieren. Sollte dieser seltene Fall eintraten, bestehen Therapieoptionen für das Ungeborene.

Hepatitis C

Bei Wassergeburten wird meistens die Durchführung eines Hepatitis C Tests gefordert.

Leider ist die Kontrolle der Schilddrüse nicht standardmäßig in den Mutterschaftsrichtlinien verankert.

Es ist wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes, dass Ihre Schilddrüse während der Schwangerschaft gut eingestellt ist. Bei Vorerkrankung bitten wir um gemeinsame Betreuung mit regelmäßigen Kontrollen der Parameter durch Ihren Haus-/ oder Facharzt.

Falls wir feststellen sollten, dass Sie Ihre Blutgruppe „Rhesus negativ“ ist, müssen Sie zur Vorbeugung einer Sensibilisierung gegen eine mögliche Rhesus-Positivität Ihres Kindes routinemäßig jeweils eine i.m. Spritze (Rhophlyac) während der Schwangerschaft und nach der Geburt sowie bei Blutungen im Verlauf der Schwangerschaft erhalten.

Diese Spritzen sind nicht nötig, wenn der Kindsvater auch Rhesus negativ ist. Wir benötigen zur Sicherheit einen schriftlichen Laborbefund- sehr gerne kann Ihr Partner bei uns die Blutuntersuchung durchführen lassen. Er erhält dann- genau wie Sie selbst auch- einen Blutgruppenausweis.

Sollte Ihr Partner eine „Rhesus positive“ Blutgruppe haben, besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Präna-/Harmony- Tests die Blutgruppe Ihres Kindes festzustellen.

ETS (Mütterlicher Bluttest + Nackenfaltenmessung)
Immer mehr Frauen und Paare aller Altersgruppen wünschen eine frühe individuelle Risikoabschätzung für Chromosomenstörungen bzw. mögliche Fehlbildungen ihres Kindes. Mit dem Lebensalter der Mutter steigt das Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer Chromosomenstörung. Am häufigsten tritt eine Trisomie 21 („Down-Syndrom“) auf.

Das Ersttrimesterscreening umfasst die Messung der Nackenfalte (NT, Flüssigkeitsansammlung unter der Haut des kindlichen Nackens) sowie die Bestimmung zweier schwangerschaftsassoziierter Hormone (aus dem mütterlichen Blut). Es erlaubt unter Berücksichtigung des Lebensalters der Mutter eine individuelle Risikoberechnung für das Vorhandensein einer Trisomie 21 in dieser Schwangerschaft. 80% der Kinder mit Trisomie 21 zeigen im Ultraschall eine auffällige verdickte NT. In Kombination mit der Hormonanalyse erhöht sich die Treffsicherheit auf 95%. Es bleibt also ein Restrisiko von 5%. Zudem sei darauf hingewiesen, dass in seltenen Fällen auch sogenannte „falschpositive“ Befunde erhoben werden. Die NT-Messung kann nur in einem engen Zeitfenster in der Schwangerschaft von 11+0 bis 13+6 Wochen durchgeführt werden. Diese Untersuchung wird in einer Pränatalpraxis durchgeführt. Die Kosten für diese kombinierte Untersuchung sind laut Entscheidung des Bundesausschusses der Krankenkassen nicht Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge.

NIPT (Nicht-Invasiver Pränataltest)
Des weiteren gibt es sogenannte nichtinvasive Tests zur Früherkennung von chromosomalen Störungen des Kindes, die mittels einer einfachen Blutentnahme bei der Mutter durchgeführt werden können. Dabei werden in einem aufwendigen Verfahren im mütterlichen Blut kindliche DNS Bruchstücke identifiziert und so die Zahl der fetalen Chromosomen bestimmt. Die alleinige Durchführung des Bluttests NIPT (Nicht – invasiver Pränatal-Test) auf Trisomie 21/18/13 ist ab Juli 2022 Kassenleistung. als zusätzliche Variante kann man auf Selbstzahlerbasis weiterhin das Geschlecht bestimmen lassen. Man kann ausserdem weiterhin einen Test auf XO und XXY vornehmen. Es gibt momentan verschiedene Anbieter auf dem Markt (z.B. PränaTest®, Harmony Test® etc.).

Diese Tests können ab der 9+0 SSW bei uns in der Praxis abgenommen werden. Nach ca. einer Woche erhalten wir das Testergebnis.

Invasive Diagnostik
Für den Fall, dass die oben beschriebenen Untersuchungen zweifelhafte oder verdächtige Befunde ergeben oder aufgrund der Vorgeschichte der Verdacht auf eine genetische Erkrankung besteht, wird eine invasive Diagnostik (Chorionzottenbiopsie / Amniozentese = Fruchtwasseruntersuchung) in einer Pränatalpraxis angeraten. Hierbei wird die Erbinformation kindlicher Zellen genetisch untersucht. Nur durch eine dieser Methoden ist der 100%ige Ausschluss einer chromosomalen Störung möglich. Es besteht ein minimales Risiko für eine Fehlgeburt im Rahmen der Eingriffe.

Ab Januar 2021 tritt eine neue Strahlenschutzverordnung in Kraft, in der auch auf Ultraschallanwendungen bei Schwangeren eingegangen wird. Hier wird wie folgt formuliert: „Bei der Anwendung von Ultraschallgeräten zu nichtmedizinischen Zwecken darf ein Fötus nicht exponiert werden.“ Ziel dieses neuen Gesetzes ist das Verbot von Ultraschall Babykinos in nichtmedizinischen Einrichtungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hat erneut bestätigt, dass durch Ultraschall keine Gesundheitsbelastung für den Feten besteht, die fetale Hirnentwicklung nicht beeinflusst wird, keine sekundären Effekte an fetalen Organen hervorgerufen werden und von 3D/4D Ultraschall für das Ungeborene keine größere Gefährdung ausgeht.

Kaum eine andere medizinische Methode ist in ihrer Wirkung so gründlich untersucht wie der geburtshilfliche Ultraschall („evidence based medicine“). Nach Aussage führender Sonografie Experten besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer höheren Anzahl von Ultraschalluntersuchungen und dem positiven Ausgang der Schwangerschaft. Diese zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen sind zur Überwachung der fetalen Entwicklung medizinisch sinnvoll jedoch nicht zwingend notwendig.

Kontaktieren Sie uns noch heute!
Unser Spezialist:
Mina Ebadi-Asl | Dr. Maren Prolingheuer | Fachärztinnen Für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. Maren Prolingheuer

Fachärztin für Frauenheilkunde & Geburtshilfe seit 2002
Mina Ebadi-Asl | Dr. Maren Prolingheuer | Fachärztinnen Für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Mina Ebadi Asl

Fachärztin für Frauenheilkunde & Geburtshilfe seit 2007